Säule 1: Die Ernährung
Säule 2: Die Entgiftung
Säule 3: Die Bewegung
Säule 4: Das Mentale

Die Bewegungslehre im Ayurveda

Bewegung wird im Ayurveda individuell angepasst: Vata-Typen profitieren von ruhigen, sanften Übungen wie Yoga, Pitta-Typen von dynamischen Sportarten wie Laufen oder Radfahren und Kapha-Typen von kraftvollen, aktivierenden Aktivitäten.

Die Bewegungslehre im Ayurveda

Bewegung tut uns allen gut

Es spielt keine Rolle, ob die Bewegung groß oder klein ist. Entscheidend ist jedoch, dass im Ayurveda der drei Doshas Art und Umfang individuell unterschiedlich sind.

Bewegung für Vata-Typen

Wichtig ist, sich dem eigenen Wesen entsprechend zu bewegen. Die leichten, schnellen, beweglichen, trockenen und rauen Eigenschaften von Vata können durch zu viel Aktivität verstärkt werden, daher ist Maßhalten wichtig. Vata-Typen neigen zu Überenthusiasmus und sollten Sport nicht übertreiben.

Für Vata reichen daher meist 20–30 Minuten Spaziergang oder leichtes Joggen. Auch Yoga, Tai Chi und Pilates sind besonders gut geeignet.

Bewegung für Pitta-Typen

Pitta-Typen haben viel Energie, Ehrgeiz und Durchsetzungskraft und sind oft sehr sportlich. Geeignete Aktivitäten sind Tennis, Radfahren, Laufen auf mittleren Distanzen sowie viele Mannschaftssportarten.

Auch Wassersport ist sehr wohltuend, da er kühlend wirkt. Ebenso passen Bergwandern und Wintersport gut zum Pitta-Typ. Da Pitta leicht ins Schwitzen kommt, ist ein ausreichender Flüssigkeitsausgleich beim Sport besonders wichtig.

Bewegung für Kapha-Typen

Wenn Kapha dominiert, ist Bewegung die beste Medizin. Besonders am frühen Morgen wirkt sie sehr belebend und stärkend.

Grundsätzlich tut jede Form von Sport gut – je aktiver, desto besser. Kapha-Typen sind stabil, kräftig und eher langsam, daher sollte die Bewegung dynamisch, fordernd und aktivierend sein. Ausdauersportarten sind ideal. Bewegung sollte für Kapha täglich und das ganze Jahr über fest in den Alltag integriert werden.

Die Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit

Wenn wir einmal täglich über unsere „Nasengrenze“ hinausgehen, also uns so bewegen, dass Nasenatmung nicht mehr ausreicht und wir zusätzlich durch den Mund atmen müssen, passiert Folgendes: Der Körper wird intensiv mit Sauerstoff versorgt und alle Zellen werden optimal durchblutet und genährt.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen gesundem und krankem Gewebe ist der Sauerstoffgehalt in Blut und Zellen. Ohne ausreichende Bewegung ist es kaum möglich, den Körper täglich optimal mit Sauerstoff zu versorgen (eine Ausnahme bilden längere Atemübungen wie Pranayama).

Ein weiterer wichtiger Effekt der Bewegung ist die Erhöhung der Körpertemperatur. Schon eine Steigerung um 1 °C kann den Stoffwechsel deutlich anregen. Dadurch werden Entgiftung, Reinigung und Fettverbrennung intensiviert.

Bewegung hält zudem die Gelenke beweglich, unterstützt die Energieflüsse im Körper (Meridiane bzw. Nadis) und fördert den freien Fluss der Lebensenergie. Dadurch stärken sich Immunsystem, Körpergefühl und seelisches Wohlbefinden.

Bewegung in der Ayurveda Shunyata Villa

In der Ayurveda Shunyata Villa bieten wir während der Kur Einblicke in ganzheitliche Bewegungssysteme wie Yoga, Tai Chi und weitere Formen der Körper- und Energiearbeit. Viele Gäste nehmen diese Impulse mit nach Hause und integrieren Yoga- oder Tai-Chi-Praxis dauerhaft in ihren Alltag.

Die 4 Säulen der Gesundheit

Harmonie ist die Grundlage unserer Gesundheit. Eine ausgewogene Aufmerksamkeit für die folgenden vier Lebensbereiche, die 4 Säulen der Gesundheit, unterstützt dabei, Ayurveda auch nach der Kur nachhaltig in den Alltag zu integrieren.