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ENDLICH HERBST 😊

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warum die europĂ€ische Winterzeit uns der wahren SONNENZEIT und somit unserem Schlaf wieder ein StĂŒck nĂ€her bringt:

ENDLICH HERBST 😊

Ihr Lieben, der „Goldene Herbst“ steht vor der TĂŒr und in der Tat bringt diese Jahreszeit ganz viel Wertvolles mit sich. Die Uhr wird bald wieder eine Stunde zurĂŒckgestellt und die Natur lĂ€dt uns ein, wieder mehr in unserem natĂŒrlichen Rhythmus anzukommen. Dies gilt insbesondere fĂŒr unseren Schlaf.

Um in das Thema Schlaf einzusteigen, ist eine Frage ganz spannend zu stellen und vor allem, den Antworten mal ehrlich und mitfĂŒhlend zu lauschen: „In welchem Zustand (körperlich und geistig) bin ich vor meinem Schlaf?“

Probier es jetzt gleich mal aus: Schließe die Augen und visualisiere deinen vergangenen Abend (konkret die gestrige Zeit zwischen 18:00 und 22:00 Uhr) vor deinem geistigen Auge 
, lass dir Zeit 
 und lass die Frage wirken: „In welchem Zustand war ich gestern vor meinem Schlaf?“ Begleitende Fragen könnten sein: Was hab ich konkret gemacht? Wie hat sich mein Körper gefĂŒhlt? In welcher Umgebung war ich?

Im Ayurveda ist der Schlaf eine Fortsetzung dessen, wie sich der Körper den ganzen Abend ĂŒber gefĂŒhlt hat. Wenn unser System noch angespannt und unruhig ist, schaltet es sich nicht einfach ab, nur weil wir beschlossen haben, dass es Zeit zum Schlafen ist. Es nimmt diesen Zustand mit.

Im ayurvedischen Sinn bedeutet „vor dem Schlaf“ also die Zeitspanne zwischen 18:00 und 22:00 Uhr. Wenn die Sonne untergeht, bricht in der Natur die Phase der Ruhe und Erdung (Kapha) an. Unser Körper reagiert augenblicklich auf das schwindende Licht, unabhĂ€ngig davon, ob wir das fĂŒhlen oder nicht und was die Uhr an der Wand anzeigt.

Wenn ich diese „Heilige Zeit“ nun mit viel AktivitĂ€t, Stimulanz und Aufregung fĂŒlle (was in unser aller Alltag ja ganz oft der Fall ist), nehme ich all diese Reize und Impulse unbewusst in mir auf und nehme sie mit hinĂŒber in die nĂ€chste Schlafphase: die Zeit zwischen 22:00 und 2:00 Uhr nachts. Die Pitta-Zeit. Hier ist unser Körper von Natur aus warm und erhitzt, denn es ist die Zeit, in der der Körper verbrennen und regenerieren darf. Er „arbeitet“ dann sozusagen fĂŒr dich, fĂŒr die innere Reinigung deiner Organe (vor allem der Leber!), fĂŒr die psychische Verarbeitung des Tages. Eine so wichtige Voraussetzung fĂŒr wahre und tiefe Regeneration, also fĂŒr einen tiefen Schlaf!

Fahren wir unseren Motor also nicht herunter, dann brennt er „gegen uns“ weiter. Wir bekommen die „zweite Luft“ (die Eulen unter uns wissen, was hier gemeint ist). Heißhungerattacken und viele verrĂŒckte, ungesunde Verhaltensweisen leben wir dann unbewusst in dieser Zeit aus.

Stell es dir so vor, dass die Nacht eine Reise durch verschiedene Energien ist. Es gibt noch eine letzte Schlafphase – die Zeit zwischen 2:00 und 6:00 Uhr nachts. Hier regiert Vata – die Zeit des Windes, der Beweglichkeit, des Sensitiven und Leichten.

Nachdem der Körper optimalerweise in der vorherigen Phase tief regenerieren durfte, bereitet diese Phase dich wieder sanft auf den Übergang in die sichtbare Welt vor. Der Körper ist von Natur aus jetzt feinfĂŒhliger, sanfter und beweglicher. Es ist die Zeit der TrĂ€ume, die Zeit, in der das Unterbewusstsein verarbeitet, sortiert und Altes loslĂ€sst. Das Nervensystem fĂ€hrt langsam hoch und das bewusste Aufwachen in dieser Zeit – zwischen 5:00 und 6:00 Uhr morgens – ist das schönste Geschenk, das du dir machen kannst, um mit Leichtigkeit und Frische in den Tag zu starten.

Jetzt kommen wir nochmal zurĂŒck zum Anfang, zur Frage: „In welchem Zustand bin ich vor meinem Schlaf?“ Wenn ich hier nicht anfange hinzuschauen und wahrzunehmen, dann nehme ich den Stress des Tages mit hinĂŒber in meine TrĂ€ume, in die Zeit, in der mein Körper und Geist im Schlaf von Natur aus leichter, beweglicher und sensibler sind. Und dann wache ich mitten in der Nacht auf, bin hellwach, die Gedanken kreisen und die Sorgen fĂŒhlen sich oft ĂŒbergroß an.

VerĂ€nderung beginnt mit dem Erkennen, dass mein Verhalten vor dem Schlaf der Startpunkt ist. Da gibt es leider keinen Shortcut 
 und schon gar keine Pille 😊.

Hier unsere Top 3 Tipps, die super easy sind und direkt und ohne große Vorbereitung integriert werden können:

1. SpĂ€teste Deadline bis 20:00 Uhr fĂŒr die letzte warme Mahlzeit.

2. Vor dem Schlafengehen ein Glas warmes Wasser trinken.

3. Eine warme Fußmassage: Unsere Fußsohlen sind der direkte Zugang zu unserem Nervensystem. Sind sie warm und genĂ€hrt, bekommt der Körper das Signal, dass er sicher ist und loslassen darf.

Wie: Direkt vor dem Schlafengehen Sesamöl, Ghee oder Kokosöl einmassieren, Baumwollsocken anziehen (FĂŒĂŸe warm halten), Handy weglegen, FĂŒĂŸe spĂŒren und deinem Nervensystem die Gelegenheit geben, sich auf die ruhige Stimmung einzulassen.

Kleine Signale, große Wirkung. Kein Trick! Es ist eine Art, dem Körper zu sagen: Du darfst jetzt loslassen.

In diesem Sinne 
 probier es heute Abend aus. Und achte darauf, was sich verĂ€ndert, wenn der Körper sich unterstĂŒtzt und nicht gezwungen fĂŒhlt!